jols, Autor auf Musikexpress

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Angelina Jolie und Brad Pitt stecken seit Jahren im Rosenkrieg, doch sie trägt die Konsequenzen.

Man muss gut zuhören, um zur ganzen Großartigkeit durchzudringen. Bei Großmeister Newman ist die – famose – Musik immer nur die halbe Miete. Man muss dem Mann folgen, wie er mit vor Witz blitzendem Nicht-Gesang seine mit den Jahren immer verstiegener assoziierenden Texte über Religion, Politik, Sex, Alter, Tod, den Zustand der USA und der […]

Das kommt raus, wenn ein Metalhead mit Kirchenchorvergangenheit sich dem Pop zuwendet. Das blaue Weezer-Debüt ist ein wahres Füllhorn von prachtvoll bratenden Gitarren und zu regelrechten Chor-Harmonien sich vereinenden Powerchords und Feedbacks. Rivers Cuomo malt regelrechte Emotionslandschaften mit Hilfe seiner dicken Amps. Und wer wissen will, was er meint, wenn er im ME-Interview, betont „Gotta […]

Metallica haben diesen guten alten Sinn fürs Theatralische. Wie sich in diesem Kriegsversehrtenhorror das Schredder-Stakkato der „Maschinengewehr“-Gitarre aus dem abklingenden melodischen Teil schält (ab 4:20), wie alle Tröstlichkeit verschwindet und dann ist man allein mit diesem Geballer im dunklen Kopf des Protagonisten („darkness imprisoning me!“), das ist ganz großes Drama, Baby, Drama. Es folgt atemberaubendes […]

Dass dieses Stück immer wieder unter „punk rock“ einsortiert wird, nur weil Television und ihr visionärer Chef Tom Verlaine der Szene um das „CBGBs“ entsprangen, ist veritabler Humbug. Das epische Herzstück von Televisions Debüt ist fast elf Minuten lang, rhythmisch und melodisch komplex und lebt in der Hauptsache vom beseelten Spiel zweier versierter Gitarristen. Viel […]

Vor ein paar Jahren beinahe einem alten Freund an die Gurgel gegangen, der darauf beharrte, das Solo in „You Really Got Me“ sei „stümperhaft“ und technisch „eine Katastrophe“, anstatt sich mal eine Minute lang vorzustellen, was für eine kapitale Quadratwatsch’n die trashige Explosivität von Dave Davies‘ (nein, nicht Sessionmusiker Jimmy Page, wie immer wieder verbreitet) […]

Das Artwork stammt von dem amerikanischen Illustrator und Grafikdesigner Shepard Fairey, 37. Fairey ist ebenso beeinflusst von der Punk- und Graffiti-Kultur wie von Pop-Artisten wie Warhol und Ron English. In seinen mitunter an die Ästhetik von Sowjet-Propaganda erinnernden Arbeiten beschäftigt sich Fairey gern mit Massen- und Medienpsychologie. Für sein immer noch laufendes Street-Art-Projekt und „Experiment […]

Beider Anmerkung, das (mit dem unbewaffneten Auge sichtbare) Artwork von Cassadaga habe eine gewisse „Camel-Filters“-Anmutung, verzieht Conor Oberst das Gesicht. „Ich weiß. Das ist mir erst aufgefallen, als es fertig war.“ Wie fast alle Bright-Eyes-Artworks ist auch dieses eine Zusammenarbeit von Oberst mit seinem Freund Zack Nipper. Conor: „Das geht üblicherweise mit einer Idee von […]

Wie ein Siegel ein Kästchen mit kostbarem Inhalt verschließt ein seltsamer Aufkleber die Digipack-Hülle von Volta. Was aussieht wie der Fiebertraum eines Überraschungsei-Spielzeugdesigners oder eine besonders irre Fruchtgummikreation (alternativ wurden in Blogs Vergleiche mit Killertomaten, psychedelischen Orangina-Flaschen und der Verwandtschaft des grotesken Spielzeugklassikers Mr. Potatohead gezogen), ist kein Produkt einer LSD-seligen Digitalgrafik-Sitzung, in das Björks […]

Die unfassbare Messie-Hohle.inderderHeld mit umgeschnallter Telecaster hängt und zur Zimmerdecke starrt, ist— man ahnt es-nicht etwa eine von einem Künstler speziell für das Cover-Artwork arrangierte begehbare Collage, sondern in der Tat Jamie Treays‘ real existierendes Jugendzimmer daheim . in Wimbledon, South London. „Der Verhau repräsentiert praktisch mein Leben“, schreibt Jamie in einem knappen E-Mail-Interview. „Jedes […]

Das dem Cover zugrunde liegende Bild ist, anders als im Booklet-Credit behauptet, mitnichten ein Ausschnitt aus dem Cemälde“The Tower And The Mint“ des englischen Malers und Kupferstechers T. Shotter Boys (1803-1874), sondern ein viktorianischer Druck aus dem 19. Jahrhundert von einem unbekannten Schöpfer. Die Abbildung stammt aus dem Buch „The Tower Of London In The […]

„Ich fand es angebracht, ein stark mit Symbolik aufgeladenes Coverbild zu hoben“, sagt Joanna Newsom… Da sind überall Referenzen an Dekadenz und Tod, Exzess, Uberüuss und Verfall.“ Ein Vogel etwa, der im Fenster landet, kündet gemäß Volksglauben von Tod und Unheil (vielleicht gibt’s ja weniger Ärger, wenn er eine Kirsche mitführt). Die Sichel ist ein […]

Olli, armer; Nach der K-Frage 2005 war das Frühjahr 2006 bestimmt von der T-Frage. Bundestrainer Jürgen Klinsmann hatte sich die Entscheidung, welcher der beiden Rivalen Olli Kahn und Jens Lehmann bei der Fifa™ WM™ 2006™ als „Nummer Eins“ im deutschen Tor stehen würde, so lange aufgespart, dass die Bericht erstattenden Medien schon vollkommen kirre waren, […]

Gammelfleisch, das; „Erstmals geht ein Trend vom Osten aus“, lobte -> Harald Schmidt bei Ankunft der ->Vogelgrippe via Rügen. Das andere große Verbraucherbedrohungsszenario 2006 war dann klar Kernkompetenz von Bayern und seinem-> Bärenabknall-und Verbraucher“schutz“minister Schnappauf. Dessen Lebensmittelkontrolleure ahnten ohne einen steten Flow von anonymen Hinweisen wohl bis heute nichts von den Tonnen angejahrter Tierleichen, die […]

„Deutschland hat die meisten Schüsse abgegeben.“ Der Satz hört sich einfach scheise an. Er steht auf der DFB-Website bei einer Aufstellung von Statistiken über die WM 2006, und fair enough: Die deutsche Elf hat das Turnier über von allen Mannschaften am öftesten den Ball in Richtung gegnerisches Tor geschossen (113 Mal; klingt irgendwie mau, oder?). […]

Ein Tribut, ein Bärendienst

So viel journalistische Sorgfalt muß sein, daß man nicht unfairerweise die genuin unsympathischen Typen anstelle ihrer Musik rezensiert. Also noch mal reinhören. Nein, es ist wirklich so: Creeds drittes Album weathered klingt nicht viel anders als die zwei davor -, als habe der Rock’n’Rotl zum Auftakt des neuen Jahrtausends seine verbliebenen Selbstreinigungskräfte zusammengerafft und alles, […]

Es soll ja Leute geben, die dem ewigen Pumpkin sogar noch bei Zwan – wenn auch mit Mühe – die Stange hielten. Ihre Geduld sollte nicht belohnt werden. Diese licht- und songlos in betäubendem Maschinen-Goth-Sound einherbollernde und jaulende Grausigkeit mag irgendeinen selbsttherapeutischen Zweck für den Künstler erfüllt haben. Aber wer, Herrgott, soll sich das anhören? […]

Der „Mittelalter-Folk‘: Das schrecklichste Pop-Subgenre aller Zeiten? Vielleicht sind Rammstein an altem Schuld, vielleicht ist es die Rache der Fantasy-Rollenspieler-Nerds, daß eine so lichtlose Bagage wie die Szene der „Spielmänner‘ mit ihren Sackpfeifen und Lederschurzen und dieser wohl depnmierendsten Form von Eskapismus (Leute, im echten Mittelalter hätten sie euch gevierteiltll solche Erfolge feiern konnte. Welches […]

Schlimmster Song: die ganze Wurst

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